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Gegenwart

Die Geschichte von Šurany ist sehr reich, aber auch die Gegenwart bleibt nicht zurück. Die Stadt ist auch von den Plagen des I. und II. Weltkrieges betroffen worden.

Nach der Befreiung im Jahre 1945 musste man die Kriegsspuren glätten. Es kam zu einem allgemeinen Aufschwung der Stadt. Es ist die Industrie aufgebaut worden, die Landwirtschaft vergenossenschaftet worden. Die Migration der Bevölkerung hat die Stadt zum Ausbau neuer Wohnungen gezwungen. Es sind Siedlungen und anschließend Schulen, gesundheitliche und kulturelle Einrichtungen gebaut worden. Dazu der Transport und die Straßenkommunikationen.

Zum 1.1.1976 kommt es zur Integration der Gemeinden Šurany – Kostolný Sek – Nitriansky Hrádok und Úľany nad Žitavou. Die Gemeinde Úľany nad Žitavou ist im Jahre 1991 selbständig geworden. Kostolný Sek und Nitriansky Hrádok sind weiterhin Bestandteile der Stadt mit über zehntausend Einwohnern.

Die Reformen der Gesellschaft haben in der Stadt nach dem Jahre 1989 am meisten den Bereich der Betriebe betroffen. Es sind große Betriebe Elitex, Calex aber auch die Zuckerfabrik, die Einwohner der gesamten Region beschäftigt haben, untergegangen. Auch die landwirtschaftlichen Genossenschaften sind transformiert worden.

Allmählich kommen ausländische Investoren in die Stadt. Von größeren Gesellschaften wirken hier heute: die koreanische – Bang Joo Elektronics Slovakia, sie fertigt Kunststofferzeugnisse für audiovisuelle Technik, die deutsche – Automaty, sie fertigt Bestandteile für die Automobilindustrie, die koreanische – KIHWA SK – sie fertigt Kunststoffteile für Samsung und noch einige kleinere Firmen, von den einheimischen sind es: Geschäftszentrum ZORA, MURENA, TYCHÉ, Baufirma Zajíček und ähnlich.

In der Stadt gibt es vier Grundschulen. Studenten aus der Stadt und der breiten Umgebung besuchen das Gymnasium, die Handelsakademie, die Landwirtschaftliche Mittelschule und zwei Fachlehranstalten – für Maschinenbau und für Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie.

Die Einwohner der Stadt und die Besucher haben die Möglichkeit der kulturellen und sportlichen Entfaltung. Dazu dienen die kulturellen Einrichtungen des Städtischen Kulturzentrums – die Stadtbibliothek von Michal Matunák, die Gesellschaftshalle, der Konzert- und Ausstellungsraum in der Synagoge, das Kino Hviezda und eine Freilichtbühne, Kultureinrichtungen in den Ortsteilen Kostolný Sek und Nitriansky Hrádok, sowie das Gesellschaftshaus. Sportliche Tätigkeit entfalten in der Stadt die Sportvereine TJ SO Lokomotíva, Sportclub Šurany, TJ Slávia Reitverein Šurany, TJ CALEX Radfahrerverein und sonstige.

Um die Stadt herum gibt es eine schöne Natur, es sind hier Wälder, weite Wasserflächen, fruchtbare Felder, wunderschöne Ecken. Das Gebiet der Stadt ist Bestandteil des Donautieflandes und der Žitavaer Niederung.

Nicht weit weg von der Stadt befindet sich das Sport- und Erholungsgebiet Tona, wo die Möglichkeit besteht, im Freiland zu baden, zu rudern, Fische zu fangen u.ä.. Im Gelände gibt es Schwimmbecken, Rutschen, Sandkästen, Wasserrutschen, Tretboote und Erfrischungsstände. Vor allem in den Sommermonaten werden sie nicht nur von den einheimischen Einwohnern, sondern auch von den Menschen aus der nahen und sogar aus der weiteren Umgebung genutzt.

Das Netz von Geschäften in der Stadt bietet ein breites Angebot von Waren an. Eine Vielzahl von Cafés und Gaststätten bietet eine angenehme Rast, in der Sommersaison auch im Freien in Sommergärten.

Bei den Besuchern der Stadt werden sicher auch die architektonischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt Interesse erwecken.

Kurz aus der Geschichte von
Šurany

Das erstemal werden Šurany in der Urkunde des ungarischen Herrschers Bela des II. vom 3. September 1138 als „villa Suran“ erwähnt. Das bedeutet aber nicht, dass das Gebiet der heutigen Stadt Šurany davor nicht besiedelt war. Archäologische Funde, die in Šurany entdeckt wurden, beweisen, dass dieser Standort schon im Eneolit, also in der Jungsteinzeit besiedelt war. Es ist hier ein bedeutendes Grab mit Funden der kannelierten Keramik (Schlitzverzierung) gefunden worden. Außer sonstiger ist auch eine keltische Grabstätte vom 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ein beachtenswerter Fund. Weiter ein Fund einer römischen Siedlung von der Zeit der Völkerwanderung (4. Jahrhundert unserer Zeitrechnung) und eine slawische Siedlung vom 9. Jahrhundert aus den Zeiten des Fürsten Pribina und des Großmährischen Reiches.

Die schriftlichen Quellen beweisen, dass schon in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts die Burg Šurany bestand, zu der 12 Dörfer und Siedlungen gehörten. In den Jahren 1663 – 84 okkupierten sie die Türken und im Jahre 1725 ist sie größtenteils abgerissen worden. Zu den bedeutenden Persönlichkeiten dieser Burg gehört der Kapitän der Burg, der Baron Tomáš Bosniak und dessen Tochter Žofia. Ihr unverletzter Körper (sie ist am 28. April 1644 gestorben) ruht in der loretanischen Kapelle in Teplička nad Váhom, nicht weit von Strečno, wo sie mit ihrem Gemahl, dem Fraňo Wesselényi gelebt hat.

Im Jahre 1832 hat der Kaiser Franz I. Šurany zur königlichen Stadt mit Markt- und Jahrmarktsrecht befördert. Im Jahre 1835 ist hier die erste Walzmühle und 1854 die erste Zuckerfabrik, die die älteste in Europa war, gebaut worden, allerdings ist die Zuckerherstellung im Jahre 2000 eingestellt worden. 1872 bis 1918 war Šurany eine Kreisstadt, danach wieder in den Jahren 1949 – 1960.

Kostolný Sek

Die erste schriftliche Anmerkung über die Gemeinde befindet sich in der Urkunde des Königs Andreas II. vom Jahre 1221, in welcher er den Austausch der Besitztümer des Esztergomer Erzbischofs Johannes und des Bans Erney vom Geschlecht der Hont-Poznaner. In dieser wird die Benennung der Gemeinde „Zeg“ angeführt. Der Beginn der Besiedlung der Gemeinde reicht bis in die Bronzezeit, worüber reichliche Ausgrabungen berichten. Zu den wertvollsten Funden gehört ein Tonkrug mit einem Inhalt von über dreitausend Quartings – Vierteldenaren. Ausgegraben hat sie im neuen Friedhof der Totengräber J. Takáč, derzeit sind sie in Aufbewahrung des Slowakischen Nationalmuseums. Die Münzen sind in der Zeit des Herrschens des Königs Sigismund im 15. Jahrhundert geprägt worden.

Zu den bedeutenden Familien gehören außer der Poznaner die Turčánier, die in der Gemeinde ihre Landsitze gehabt haben.

Einen Platz in der Geschichte dieser Gemeinde hat auch das Pauliner Kloster, gebaut im 13. Jahrhundert, das durch den Einfluss der Hont – Poznaner und des Esztergomer Erzbischofs Lodomerius gebaut wurde, gehabt.

Nitriansky Hrádok

Zum ersten Mal wird die Gemeinde schriftlich im Jahre 1431 erwähnt. Dies im Testament des jüngeren Ctibors, des Eigentümers der Šuranyer Burg, wo Nitriansky Hrádok Warad genannt wird.

Der Beginn der Besiedlung reicht aber bis in die Urzeit. Die archäologische Fundstätte auf der Fläche von 10 – 15 Hektar, die sich hinter dem östlichen Arm des Flusses Nitra, Čierna voda, befindet, gehört zu den wertvollsten urzeitlichen Objekten in Mitteleuropa. Die ersten Ausgrabungen hat hier im Jahre 1925 der Akademiker Ján Eisner, der Begründer der slowakischen Archäologie, gemacht. Seine Nachfolger waren der Akademiker Jaroslav Böhm, Dr. Janák und Dr. Točík. Ein bedeutender Fund war die Siedlung des Volkes mit lengyeler Kultur von der jüngeren Steinzeit. Ein einmaliger Nachweis des Könnens dieser Menschen, die sich der einheimischen Fertigung der Keramik gewidmet haben, ist auch die Venus – Magna Mater, eine Statuette aus dieser Zeit, die JUDr. Vendelín Laca als Student – Helfer bei den Ausgrabungen entdeckt hat.

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